· 

Die Kunst des stilvollen Verarmens

In meinem Leben ist oft das Gute im Schlechten entstanden. Hier ist so eine Geschichte:

 

Selbständige reden ja nicht so gerne darüber, wie "es" gerade läuft. Ich habe lange Probleme damit gehabt, ehrlich auf die Frage zu antworten, wie die Geschäfte liefen - denn ich fand immer, sie müssten besser laufen. Ich hatte Existenz- und Zukunfstängste und parallel dazu auch große Ansprüche. Ich dachte, ich müsse mehr verdienen, um meine hohen Ausgaben decken zu können - andererseits gab ich ganz schön viel Geld einfach so aus, ohne zu wissen, wo es hinging.

 

Was brauche ich zum Glücklich sein?

Irgendwann begann ich, mich mit meinen Ausgaben zu beschäftigen und mich zu fragen, was ich für mein Glück (und um das geht es uns allen ja letztlich) wirklich brauche? Teure Kleider? Essen gehen? Viele Bücher? Massagen, Kosmetikbehandlungen? Urlaubsreisen? Immer alles perfekt haben? Ich stellte fest: nichts von dem brauche ich. Seitdem haben sich meine Ausgaben mindestens halbiert. Ich kaufe nur, was ich wirklich (wirklich) will. Ich habe keine Angst mehr davor zu sagen: das ist mir zu teuer, das will ich nicht kaufen, das brauche ich nicht. Früher dachte ich, ich müsse Geld ausgeben, um zu zeigen, dass es mir gut geht.

 

Die Glücksforschung hat mittlerweile in vielen Studien gezeigt, dass mehr Geld zu haben oder Statussymbole erwerben zu können, das individuelle Glück nicht dauerhaft steigern kann. Wir alle wissen, dass es einen kurzen Kick gibt, wenn wir etwas Tolles kaufen, es aber keine dauerhafte Glückssteigerung bringt. Bald haben wir uns daran gewöhnt. Ich will damit nicht sagen, dass es falsch ist, etwas zu kaufen, was man gerne will - nur sollte einem bewusst sein, dass das, was man sich davon erwartet, möglicherweise nicht eintritt.

 

Die Glücksforschung zeigt: Geld (vorausgesetzt man hat das Minimum für ein gutes Leben) macht am glücklichsten, wenn man es nicht für Dinge ausgibt, die man nicht braucht, sondern für etwas, das man mit anderen zusammen oder für andere machen kann.

 

Ich habe aus meinen Ängsten und Befürchtungen viel gelernt, das ich beibehalten werde - ganz egal, wie viel ich verdiene und habe dadurch viel Freiheit gewonnen. Ich geniesse das Leben wesentlich mehr, seit ich mich auf die Dinge konzentriere, die nichts kosten und den Reichtum wahrnehme, der nichts mir Geld zu tun hat.

 

Die Kunst des stilvollen Verarmens

Hier der Intro-Text des wunderbaren Buches "Die Kunst des stilvollen Verarmens" bei Amazon (wo Sie das Buch natürlich nicht kaufen sollen):

Reichtum ist schon lange nichts Exklusives mehr. Krethi und Plethi sind heutzutage reich. Als Verarmender hingegen gehört man einer Avantgarde an - schließlich werden wir alle, wirklich alle, bald, und nicht in irgendeiner fernen Zukunft, deutlich ärmer sein als jetzt. Doch die Kunst des stilvollen Verarmens will gelernt sein. Es gibt ein paar Geheimnisse, wie man reich wird, ohne dafür einen einzigen Heller zu benötigen. Etliche davon werden in diesem Buch verraten. Alexander Graf von Schönburg weiß, wovon er spricht: Der Bruder von Gloria von Thurn und Taxis entstammt einer Familie, die rund 500 Jahre Erfahrung im sozialen Abstieg hat. Er zeigt, dass man für Kleidung, Reisen, Wohnung, Auto keine Unsummen ausgeben muss, kurz, wie man Lebensqualität gewinnt, indem man Prioritäten setzt. Der wahre Luxus bedeutet eben nicht, Dinge zu haben, sondern auf sie verzichten zu können. Ein ebenso intelligentes wie unterhaltsames Manifest gegen den Konsumwahn - und für ein glücklicheres Leben.

Kontakt

Dipl.-Psych. Susanne Keck

Schachnerstrasse 5

81379 München

 

mail(at)susanne-keck.de