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Die 5 Dinge, die dich aus der Krise zurück uns Leben bringen!

Steckst du gerade in einer akuten oder chronischen Krise - z.B. durch einen schweren Verlust - und fragst dich, wie du da jemals wieder herausfinden sollst? Verlierst du langsam die Hoffnung, dass es dir jemals wieder gut gehen wird und du ein zufriedenes Leben führen kannst?

 

Dann bist du hier genau richtig! In diesem Blogbeitrag stelle ich dir 5 Dinge vor, die dir helfen durch die Krise zurück ins Leben zu finden! Zusätzlich schenke ich dir die erste Lektion meines neuen Onlinekurses "Mit schwierigen Gefühlen umgehen - Achtsamkeit & Selbstmitgefühl für Trauernde" als Preview. Darin führe ich dich mit Videos, Übungen und geführten Meditationen zu mehr Selbstfreundlichkeit und - Mitgefühl!

Was sind diese 5 magischen Dinge?

1. Achtsamkeit - nach Hause kommen zu dir selbst

2. Selbstmitgefühl - Die Kunst der Freundschaft mit dir selbst

3. Dankbarkeit - Das Gute im Schlechten sehen lernen

4. Negative Glaubenssätze infrage stellen - The Work of Byron Katie

5. Die Kraft der inneren Bilder nutzen - Imagination

 

In meiner 15jährigen Erfahrung als Psychotherapeutin in der Begleitung von Menschen in Krisen haben sich diese 5 Praktiken als wunderbare Hilfsmittel erwiesen, um Menschen dabei zu unterstützen ihre Krise als Sprungbrett in ein erfüllteres Leben zu nutzen. Und auch in meinem Leben sind dies die Häfen und Kraftorte in die ich mich zurückziehe um Kraft und Hoffnung zu schöpfen, wenn ich schmerzliche Erlebnisse habe.

1. Achtsamkeit in der Krise

Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit.
Wenn die Achtsamkeit etwas Schmerzhaftes berührt, wandelt sie es um und heilt es.
Thich Nhat Hanh

Doch nun zum ersten Werkzeug, das dir dabei hilft, aus der Krise zu kommen, nämlich Achtsamkeit.

Es gibt viele Definitionen von Achtsamkeit:

  • Nicht-wertende wohlwollende Aufmerksamkeit auf den jetzigen Moment.
  • Wirklich "da" sein mit dem, was gerade ist.
  • Annehmende Haltung gegenüber der gegenwärtigen Erfahrung.

Wenn wir achtsam sind, dann nehmen wir unsere inneren Regungen, seien es Sinneswahrnehmungen (also, was ich höre, sehe, rieche, schmecke, spüre), seien es Gefühle oder Gedanken wohlwollend an, ohne sie zu bewerten. So, als ob du ein/e wohlwollende/r Beobachter/in deines Innenlebens wärst, ohne direkt involviert zu sein.

Bestimmte Gefühle und Gedanken jedoch wollen wir nicht so gerne annehmen, besonders die körperlichen und seelischen Schmerzen, die wir in Krisen oft haben, wie Traurigkeit, Wut, Scham, Verzweiflung etc. In der Achtsamkeit üben wir, sie einfach wahrzunehmen, ohne sie loswerden zu wollen.

Eine Vielzahl an Studien haben gezeigt: Wer sich täglich in Achtsamkeit übt, stärkt seine Gesundheit, seine Körperwahrnehmung und gewinnt an Gelassenheit und Ruhe. Indem du dein inneres Erleben mit allen positiven und negativen Gefühlen, Gedanken, Befürchtungen sowie sämtlichen Körperwahrnehmungen einfach geschehen lässt, kannst du Abstand zu dir selbst und gleichzeitig Selbstakzeptanz gewinnen.

Wer alles wahrnimmt ohne zu bewerten, kann erleben, wie Gefühle und Gedanken kommen und wieder gehen. Und je geübter man darin wird, sich und seine Regungen wie ein wohlwollender Beobachter zu betrachten, umso mehr verlieren auch negative Gefühle und Gedanken ihre Durchschlagskraft. Du reagierst mit der Zeit nicht mehr so heftig drauf.

Achtsamkeit eröffnet dir einen neuen Blickwinkel, in gewissem Sinne auch ein Stück Gelassenheit und Weisheit. Das große Kino, das sich täglich in unseren Köpfen (in Form von tausenden von Gedanken) und Körpern (in Form der daraus entstehenden Gefühle) abspielt, können wir auch aus der Vogelperspektive betrachten, ohne gleich einzugreifen. Die Gelassenheit, die du dabei entwickelst, macht es einfacher, dich selbst und auch die Dinge so zu akzeptieren wie sie eben sind.

 

Widerstand - Was wir fühlen können, können wir heilen

 

Das Gegenteil von Achtsamkeit ist Widerstand. Hier bedeutet Widerstand den Wunsch, dass unsere Erfahrung in diesem Moment anders sein möge als sie ist.

Jeder kennt das: wir wehren uns innerlich gegen die Realität. Wir wollen Dinge nicht wahrhaben, die uns aus unserer Komfortzone bringen. Wir wollen nicht den Schmerz des Verlassen- oder Enttäuscht-Werdens spüren. Wir wollen nicht die Angst vor dem Ungewissen fühlen. Wir wollen uns nicht in Situationen begeben, in denen wir beschämt werden oder Angst haben könnten. Wir wollen uns nicht mit bestimmten Problemen oder Realitäten befassen, wenn wir sie als überfordernd erleben könnten. Das ist ganz normal, denn wir wollen uns vor dem Leiden schützen. Doch schützt uns der Widerstand gegen Gefühle und Empfindungen wirklich?

 

Im Buddhismus lautet die Formel für Leid:

Leid = Schmerz x Widerstand.

 

Körperlicher und seelischer Schmerz ist Teil des Lebens. Alle Menschen erleben früher oder später Schmerzen, seien es körperliche oder seelische Schmerzen durch Krankheiten oder Verlusterlebnisse. Wenn wir jedoch versuchen, gegen diesen Schmerz anzukämpfen wird er meist noch schlimmer und es entsteht Leid.

Dieser Widerstand ist der Hauptgrund für unser Leid, denn er vergrößert den Schmerz und verhindert das Mitgefühl mit uns selbst. Wenn ich nicht bereit bin meinen Schmerz erst einmal ohne Bewertung anzunehmen, dann kann ich auch nicht freundlich zu mir sein, wenn ich leide. Deshalb ist achtsames Wahrnehmen von schmerzlichen Gefühlen so wichtig für ihre Heilung: erst was ich fühlen kann, kann ich auch heilen. Erst wenn ich Ja (nicht Hurra, sonder nur Ja) zu meinem Schmerz sagen kann, kann er gelindert werden.

Die einfache achtsame Feststellung: "Da ist Schmerz." oder "Das tut weh." oder "Da ist Angst." mit einer wohlwollenden mitfühlenden inneren Haltung kann schon alles verändern.

Kontakt

Dipl.-Psych. Susanne Keck

Schachnerstrasse 5

81379 München

 

mail(at)susanne-keck.de